Erfahrungsbericht

Risikocontroller mit Schwerpunkt Gesamtbankrisiko

Kein Ertrag ohne Risiko!

Stephan Wallacher, apoBank

Auch wenn man diese Aussage im Privatleben manchmal nicht für sich akzeptieren will, führt an dieser Wahrheit an den Finanzmärkten und bei der Steuerung einer Bank kein Weg vorbei. Im Risikocontrolling der apoBank identifizieren und messen wir die Risiken unserer Bank und unterstützen die Markteinheiten bei der Steuerung ihrer Risiken.

Im Rahmen der sogenannten Risikoinventur ist ein hohes Maß an Genauigkeit und Kreativität gefragt, wenn es darum geht, all diejenigen Risiken zu identifizieren, die für die apoBank relevant sind. Auf dieser Basis legen wir fest, welche Risiken gemessen bzw. über Kontrollen und entsprechende Prozesse gesteuert werden müssen. Die gemessenen Risiken münden in unserer Risikotragfähigkeit, in der wir genau analysieren, über wie viel Potenzial, d.h. Kapital, wir verfügen, mit dem wir die gemessenen Risiken kompensieren könnten.

Schwerpunkt Gesamtbankrisiko

Als Risikocontroller mit Schwerpunkt Gesamtbankrisiko schaue ich mir mit meinen Kollegen immer die gesamte Bank an und wir machen uns gemeinsam ein Bild über unsere Risikolage. Genau zu analysieren und gemeinschaftlich zu diskutieren, reicht aber nicht, denn schließlich bereiten wir die Ergebnisse unserer Analysen auch für die Entscheidungsträger in unserem Haus vor. Adressatengerechtigkeit ist hierbei das Stichwort. Das heißt, wir müssen unsere Ergebnisse mit den zum Teil komplexen Vorgängen und Berechnungen in einfache Worte fassen: kurz, kompakt und verständlich.

Was Fußball mit meinem Job zu tun hat

Als langjähriger Amateurfußballer kenne ich den Leitspruch "entscheidend ist auf dem Platz" zur Genüge. Bei der apoBank habe ich gelernt, dass dies auch im Job gilt. Die schönsten theoretischen Modelle und Konzepte, die komplexesten Berechnungen und die genauesten Analysen bringen der Bank nichts, wenn ich sie am Ende nicht verständlich zu Papier bringe und sie die Entscheidungsträger nicht verstehen.

Hierbei kann ich auf meine Kompetenzen zurückgreifen, die ich mir gleich nach meinem BWL-Studium an der Uni Köln als Junior Spezialist Rating/Investor Relations aneignen konnte. Bereits ein knappes halbes Jahr vor dem Ende meines Studiums hatte ich mich für die Stelle und damit auch für die apoBank entschieden. Gleich im Bewerbungsgespräch zeigte sich, dass ich bei einem mittelständischen Unternehmen arbeiten würde, das komplex genug ist, um die Mitarbeiter immer wieder vor Herausforderungen zu stellen, und das andererseits von einer fast familiären Atmosphäre geprägt ist, in der der gute persönliche Kontakt und die kurzen Wege zueinander ein motivierendes Arbeitsumfeld darstellen.

Aktuelle Aufgaben für das Risikocontrolling

Zurzeit ist unsere größte Herausforderung, dass wir als eine der 124 größten Banken in der Eurozone nun direkt durch die Europäische Zentralbank, die EZB, beaufsichtigt werden. Neben der Betreuung eines internationalen Aufsichtsteams aus verschiedenen Ländern in englischer Sprache bedeutet dies für uns, dass wir viele neue Datenanforderungen erfüllen und neue europäische Vorgaben umsetzen müssen. Dabei unterscheidet die EZB nicht zwischen der apoBank und großen global tätigen Bankkonzernen.

Herausforderungen nehme ich gerne an

Die Herausforderungen für alle Banken und damit auch für die apoBank nehmen gerade immer noch eher zu als ab.

Für mich bedeutet meine Tätigkeit bei der apoBank, dass ich in einem Umfeld arbeite, in dem die spannenden Aufgaben nicht ausgehen, in dem man gemeinsam pragmatisch nach vorne denkt und das gleichzeitig Raum für ein persönliches Miteinander im Büro und für eine ausgeglichene Work-Life-Balance bietet.